Covid-19-Informationen für meine Heilpraktiker-Kolleginnen und -kollegen

Die Corona-Krise hat uns alle im Griff. Mittlerweile bin ich aber sehr skeptisch, ob alles, was mit Corona verbunden ist, seine Richtigkeit hat. Leider können wir es im Moment aber nicht ändern und müssen uns der Situation stellen und den gesetzlichen Vorgaben folgen.
An meine Heilpraktikerkolleginnen und -kollegen: Wir stehen unter Beobachtung der Medien. Auch wenn Ihre Meinung sich nicht mit der vorherrschenden Meinung deckt, lassen Sie uns alle professionell mit dieser neuen Situation umgehen!

Meldepflicht von Covid-19
Die Pflicht zur namentlichen Meldung nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) wurde auf eine Infektion ausgedehnt, die durch das erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/Volksrepublik China aufgetretene neuartige Coronavirus („2019-nCoV“) hervorgerufen wird. Der § 8 Absatz 1 Satz 8 IfSG lautet: „Zur Meldung sind verpflichtet: im Falle des § 6 Absatz 1 Satz 1 der Heilpraktiker.“
Demnach müssen Heilpraktiker Covid-19-Verdachtsfälle zwar melden, dürfen die Erkrankung jedoch nicht behandeln! Bitte berücksichtigen Sie das auch bei meinen folgenden Empfehlungen für Ihre derzeitige Praxistätigkeit.

Bitte beachten Sie auch: Erwartungsgemäß nutzen Geschäftemacher die Situation und die Angst der Menschen aus, um mit allen möglichen Versprechungen und sogar Schnelltests auf Covid-19 ein fragwürdiges Geschäft zu machen. Insbesondere die aktuell per Mail angebotenen Schnelltests zur Antikörperbestimmung (IgM- und IgG-AK) sind zur Detektion einer akuten Covid-19-Infektion nicht geeignet! Eine akute Infektion wird durch einen PCR-Test auf das Virus im Abstrich nachgewiesen. Und außerdem greift hier natürlich das zuvor genannte Behandlungsverbot für Heilpraktiker.

Was können wir Patienten in dieser Situation empfehlen?
Bitte denken Sie besonders jetzt auch an das Image der Heilpraktiker und werben Sie für Ihre Praxis besser nicht mit Maßnahmen zur Prävention von Covid-19-Infektionen! Im persönlichen Gespräch können wir unseren Patienten Empfehlungen aussprechen und Ihnen helfen, gesund durch die Zeit zu kommen, denn letztlich erwarten sie das von uns.

Seien Sie Ihren Patienten ein ehrlicher, aber mutmachender und beruhigender Ansprechpartner! Da viele Patienten nun verängstigt sind, sollte das Vermitteln von Zuversicht ein noch wichtigerer Teil unserer Behandlungen sein.

Stärkung des Immunsystems, Vermeidung von anderen Infektionen und Pflege der Schleimhäute
Neben der Vermeidung des Kontakts mit bereits infizierten oder potenziell infizierten Patienten ist eine gute Gesamtkonstitution der beste Schutz vor allen Infektionskrankheiten.

Es gilt also, das Immunsystem zu unterstützen, andere Infektionen zu beseitigen bzw. frühzeitig zu bekämpfen und individuelle Gesundheitsbelastungen zu vermeiden
Dazu gehört auch ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft (aktuell natürlich nicht in Gruppen!), eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung und die Vermeidung von Stress. Zu diesem Stress gehört auch die derzeit pemanente mediale Konfrontation mit Corona und die dadurch entstehenden Ängste unserer Patienten.

Ganz wichtig ist es, die Funktion der Schleimhäute zu unterstützen, da sie die erste Kontaktstelle für Bakterien und Viren sind
Es empfiehlt sich, ganz besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um die Schleimbildung zu unterstützen. Komplikationen können auch entstehen, wenn in der jetzt beginnenden Pollenflugsaison allergische Atemwegsymptome auftreten. Weil Kortisongaben (Atem- und Nasensprays) auf Schleimhäute Virusinfektionen begünstigen, sollte der Behandlung von auftretenden Allergiesymptomen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Laboruntersuchungen
sollten in dieser Situation vor allen Dingen bei Menschen jenseits des 50sten Lebensjahres mit dem Ziel durchgeführt werden, die Funktion des Immunsystems (Immunglobuline, Zink), die aktuelle Abwehrlage (Großes Blutbild) und akute entzündliche Situationen (CRP, Kupfer) zu überprüfen. Ich empfehle dazu die BIO-LABOR Basisuntersuchung in Kombination mit dem Immunschwäche-Modul. Ebenso kann die Überprüfung des darmassoziierten Immunsystems durch eine Stuhluntersuchung sinnvoll sein. Zu diesem Zweck sollte das Stuhl-Untersuchungsprofil 1 (STP1) ausreichen.

Biologische Arzneimittel:
- bei bestehenden und beginnenden Infekten (nicht Covid-19 wegen des Behandlungsverbots für Heilpraktiker): Z. B. phöno Gripp (Phönix), Infragil spag. Peka N (Pekana), Presselin Gri oder Presselin Gri F (Combustin), Lactisol liquidum (Galactopharm), Ascorbinsäure (Vitamin C), Engystol (Heel) und Spenglersan Kolloid G als Einreibung in die Ellenbeuge
- Unspezifische Chondritine zur Unterstützung des Immunsystems: Penicillium chrysogenum D4 (sanPharma) bzw. Notakehl D5 (Sanum-Kehlbeck) oder Penicillium glabrum D4 (sanPharma) bzw. Quentakehl D5 (Sanum-Kehlbeck)
- zur Pflege der Schleimhäute: Z. B. Cystus Pandalis Lutschtabletten, Spenglersan G Rhinol als Nasenspray, Nasenspülungen und Inhalationen

Corona und die Naturheilpraxis - Seien Sie jetzt für Ihre Patienten da!
Die Corona-Krise hat uns alle im Griff. Leider können wir das im Moment nicht ändern und müssen uns der Situation professionell stellen und den gesetzlichen Vorgaben folgen. Gleichzeitig bin ich der festen Überzeugung, dass diese Situation uns Naturheilkundlern die Gelegenheit gibt, zu beweisen, dass wir einen wertvollen Beitrag im Gesundheitssystem leisten. Es wäre also kontraproduktiv, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken und nicht für unsere Patienten da zu sein.  

Zeigen Sie Präsenz und bieten Sie Hilfe und Lösungen an!
Die große Mehrheit der Bevölkerung hat keine Covid-19-Infektion, sondern wie auch vor der Pandemie ganz andere Probleme, bis hin zur Angst vor einer möglichen Infektion. Und diese Patienten brauchen gerade jetzt unsere Unterstützung! Zudem können Naturheilpraxen Patienten den großen Vorteil bieten, nicht in überfüllten Wartezimmern sitzen zu müssen.

Wie kann ich meinen Patienten Hilfe anbieten?
Teilen Sie Ihren Patienten via Anrufbeantworter, Webseite, Mailings und auf Ihrem Praxisschild mit:
"Trotz Corona sind wir weiterhin zu den üblichen Zeiten tätig und erreichbar!"
Nutzen Sie z. B. auch die automatische Antwortfunktion Ihres E-Mail-Programms, um Ihren Patienten mitzuteilen, dass Sie für sie da sind. Für Patienten, die Ihre Praxis derzeit nicht aufsuchen möchten, bietet sich die Möglichkeit einer Telefon- oder Video-Sprechstunde an. Falls sich bei diesen Patienten Darmprobleme verstärkt haben und eine Stuhluntersuchung nötig ist, senden Sie ihnen das nötige Versandmaterial nebst von Ihnen ausgefülltem Auftragsformular per Post zu. Die anschließende Befundbesprechung kann ebenso per Telefon erfolgen. 

Hygiene
Bitte denken Sie an die Hygienevorschriften und klären Sie im Vorfeld ab, also telefonisch oder per Mail, ob der betreffende Patient nicht ein Risikopatient ist. Ein Hinweis gebendes Praxisschild können Sie bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg herunterladen: Bitte hier klicken
Weisen Sie Ihre Patienten darauf hin, dass das Kontaktverbot in Ihrer Praxis eingehalten wird und Termine unter Beachtung dieses Verbotes vergeben werden.

Verdienstausfall geltend machen!
Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Unternehmen, Selbständige und Freiberufle bis maximal 10 Mitarbeiter erhalten vom Bund eine Soforthilfe von bis zu 15.000 Euro. Ein Antrag auf diese Sorthilfe muss bei der jeweiligen Landesregierung bzw. den benannten Stellen gestellt werden. Die Soforthilfe ist natürlich an verschiedene Bedingungen gebunden. Auf www.biolabor-hemer.de in der Fachinformation "Corona Praxisinformationen" haben wir für Sie die Antragsstellen für die Corona Soforthilfe aller 16 Bundesländer aufgeführt. Mit dem Klick auf Ihr Bundesland werden Sie direkt zur entsprechende Seite geleitet. Außerdem finden Sie hier auch Informationen vom RKI zum Thema Corona. Bitte hier klicken

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