Was ist wirklich dran am Vitamin D-Hype? Bedrohlicher Mangel oder nur Marketing-Gag? von Dr. med. Bodo Köhler

Ich verstehe nicht, mit welcher Dreistigkeit und mit welcher Selbstverständlichkeit Werbefuzzis und Meinungsmacher der Medizin behaupten, dass synthetisches Vitamin D die gleichen Wirkungen wie das körpereigene Vitamin D hat. Das synthetische D-Steroidhormon hat zwar wie alle anderen Steroidhormone eine aufputschende, entzündungs- und damit auch schmerzhemmende Wirkung, alle anderen positiven Wirkungen, die ausschließlich vom körpereigenen D-Hormon ausgehen, werden aber gehemmt. Nebenwirkungen wie Polyglobulie, Nephrosklerose, Leberparenchym-Belastungen, iatrogene Osteoporose und Erhöhung hormoninduzierter Tumormarker sind die Folge.
Die Einnahme synthetischen Cholecalciferols ist niemals eine Alternative zum natürlichen, aus Cholesterin in der Haut gebildeten Vitamin D. Im Gegenteil: Das synthetische Vitamin D blockiert das körpereigene Vitamin D; dadurch entfällt der natürliche Krebsschutz und auch alle anderen positiven Wirkungen, die ausschließlich vom körpereigenen D-Hormon ausgehen.
Menschen (einzige Ausnahme: im Herbst und Winter geborene Kinder während der Wintermonate) sollten niemals synthetisches Vitamin D einnehmen, weil genau das Gegenteil von dem passiert, was die Werbung der pharmazeutischen Großindustrie und ihre Helfershelfer (z. B. Jörg Spitz, Raimund von Helden und Jeff Bowles) uns ständig einreden.
Mit „pharmazeutische Großindustrie“ meine ich die Nahrungsergänzungsmittelindustrie, also Chemie-Großkonzerne wie Alfa Aesar (Zink), Atlantic Chemicals (Vitamin B6), Cofermin Chemicals (Selen, ein Industrieabfall) und Merck (Vitamin C und D), deren jährlicher Umsatz allein an Nahrungsergänzungsmitteln sich in Deutschland auf fast zwei Milliarden Euro beläuft. Angeblich „biologische“ Firmen wie Loges, Hevert, Wörwag und Robert Franz (der zuletzt genannte hat festgestellt, dass in seinem Beruf Kfz-Schlosser nicht so viel Geld zu verdienen ist, wie als Vermarkter chemischer Vitalstoffe) kaufen in Megagebinden die Rohstoffe bei der pharmazeutischen Großindustrie ein, verpacken und bewerben sie als naturheilkundliche Therapeutika und verkaufen sie mit 1.000 %igen Aufschlägen.
Die generelle Empfehlung, bei Vitamin D-Mangel Cholecalciferol (egal, ob als Monopräparat oder versteckt z. B. in LaVita) zu verordnen, können wir nicht verantworten. Aufgrund unserer Beobachtungen, einer Nutzen-Risiko-Abwägung und der Tatsache, dass der Körper Vitamin D mittels Lichteinwirkung aus Cholesterin in der Haut selbst bildet, empfehlen wir, bei Vitamin D-Mangel auf die Einnahme von Cholecalciferolpräparaten zu verzichten. Stattdessen empfehlen wir die einzige naturheilkundliche Therapie: Vermehrter Aufenthalt im Freien und eine vitalstoffreiche Vollwertkost mit hohem Frischkostanteil.

Zu diesem Thema erreicht uns ein interessanter Artikel vom 1. Vorsitzenden der Internationalen Ärzte-Gesellschaft für Biophysikalische Informations-Therapie e. V., dem Internisten Dr. med. Bodo Köhler:

Das hat schon im Sozialismus funktioniert: Werden bestimmte Aussagen gebetsmühlenartig immer wiederholt, glaubt sie am Schluss jeder. Wie kann es sein, dass ein hochwirksames Hormon als gesundheitsförderndes und völlig unbedenkliches „Vitamin“ propagiert und auch noch willig konsumiert wird? Nebenwirkungen? Fehlanzeige! Weder in Illustrierten noch in Fachzeitschriften werden die tatsächlich vorhandenen Risiken erwähnt. Die wenigen kritischen Stimmen werden ignoriert. Diese hocheffektive Marketingstrategie könnte von der Mobilfunkindustrie stammen.

Derzeit ist es „modern“, dass jeder Mensch hohe Dosen von ,,Vitamin" D schlucken soll, denn es besteht ein weit verbreiteter Mangel. Ist das tatsächlich so?
Dieses „Vitamin“ ist in Wirklichkeit ein Hormon, das bereits in geringen Dosen hochwirksam ist. Es wird, wie alle anderen Steroidhormone, aus dem Cholesterin gebildet. Deshalb ist nur die Bezeichnung „D-Hormon“ zutreffend.
Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem künstlichen D-Hormon in Tablettenform und dem unter Sonneneinstrahlung vom Körper selbst gebildeten. Das eigene „Vitamin“ D kann uns vor bis zu 17 Krebsarten schützen, das künstliche aber nicht. Im Gegenteil:

Wird durch die Einnahme von „Vitamin“ D der Blutspiegel angehoben, sinkt das körpereigene D-Hormon ob, und somit entfällt der Krebsschutz!

Es gibt noch weitere, zum Teil gravierende Irrtümer, die nicht unerwähnt bleiben dürfen. Das üblicherweise im Blut bestimmte „Vitamin“ 25-(OH)D3 ist die unwirksame Vorstufe von dem eigentlich wirksamen Hormon 1,25-(OH)2 und sagt nichts über dessen Konzentration aus. Das bedeutet, diese Untersuchung ist völlig bedeutungslos! Sie erlaubt keine Aussage über den tatsächlichen Blutspiegel des aktivierten D-Hormons.
Die Vorstufe 25-(OH)D3 muss noch unter dem Einfluss von Parathormon (aus der Nebenschilddrüse) in Leber und Nieren aktiviert werden, hängt also von deren normaler Funktion ab. Insbesondere bei der Leber ist das jedoch nicht gewährleistet. Immer häufiger treffen wir eine Fettleber an. Deshalb sollte unbedingt die aktive Form immer zusammen mit der Vorstufe im Blut bestimmt werden.
Wenn das nicht direkt in einem Labor geschieht sondern in einer Praxis, muss die Blutprobe eingefroren werden, weil das aktive D-Hormon sehr labil ist, d. h. sehr schnell zerfällt und sonst bei der Bestimmung falsche Werte herauskommen.
Die Doppelbestimmung erlaubt eine zusätzliche wichtige Aussage, nämlich den Hinweis auf eine Vitamin-D-Rezeptor-Blockade (VDR-Blockade), was von großer Bedeutung ist.
Sollte eine VDR-Blockade vorliegen, was bedingt durch verschiedenste Belastungen mit Bakterien (z. B. Borrelien) oder Viren (z. B. Herpes, Hepatitis) sehr oft vorkommt, darf keinesfalls „Vitamin“ D verabreicht werden, weil sonst die Gefahr besteht, eine Autoimmunerkrankung auszulösen. Den entscheidenden Hinweis darauf gibt ein relativ hoher Wert der aktiven Form gegenüber der Vorstufe, wenn dieser höher als das 1,3-fache ist.

Das aktive D-Hormon kann paradoxerweise sogar bis zu zwölffach höher sein als die Vorstufe, die dann einen tiefen Wert aufweist und einen Mangel vortäuscht.
Meist wird aber diese Vorstufe 25-OH-Cholecalciferol gemessen. Dieser Wert sagt jedoch über die tatsächliche intrazelluläre Speicherung überhaupt nichts aus, weil die Messung nicht in den Speicherplätzen Fettgewebe und Leber erfolgt, sondern im Blut – eine absolute Momentaufnahme, denn der Wert könnte nach zwei Tagen Sonnenschein dreimal so hoch sein.

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