Vitamin D3 ist gesundheitsschädlich!


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Was ist wirklich dran am Vitamin D-Hype? Bedrohlicher Mangel oder nur Marketing-Gag? von Dr. med. Bodo Köhler hier klicken

Siehe auch: Vitamin D, Vitamin C und Corona: Bei viralen Infekten ist die Einnahme von synthetischem Vitamin D kontraindiziert hier klicken

Siehe auch: Nahrungsergänzungsmittel: Ihre Geschichte und ihre Nebenwirkungen hier klicken

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Journalisten verbreiten Fake News, angebliche Wissenschaftler verbreiten Fake Science und fast alle Zeitschriften plappern nach: "Vitamin D-Pillen sind gesund" – obwohl das wissenschaftlicher Unsinn und das Gegenteil längst bewiesen ist.
Vitamin D3-Hype: Eine Religion von globalem Ausmaß, eine Pandemie der Neuzeit, eine Seuche wie der Ausbruch der Pest im Mittelalter und Verursacher vieler iatrogener Krankheiten.


Eine Vitamin D-Supplementierung nutzt niemandem – außer den Herstellern und Vertreibern

Der Hype basiert auf vier Lügen:

1. Lüge: Synthetisches Vitamin D hat im Organismus die gleichen Wirkungen wie das Sonnenhormon.
Die Wahrheit ist: Synthetisch hergestelltes Vitamin D weist zwar gewisse strukturelle Ähnlichkeiten mit dem natürlichen mittels UVB-Strahlung aus körpereigenem Cholesterin in der Haut gebildeten Vitamin D auf, auch die Laborreagenzien reagieren ähnlich, es hat aber gänzlich andere – zum Teil gegensätzliche – Wirkungen. Das synthetische Vitamin D blockiert das körpereigene Vitamin D; dadurch entfällt der natürliche Krebsschutz und auch alle anderen positiven Wirkungen, die ausschließlich vom körpereigenen D-Hormon ausgehen.

2. Lüge: Synthetisch hergestelltes Vitamin D hat viele positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus, z. B. stärkt es das Immunsystem.
Die Wahrheit ist: Das synthetische Vitamin D ist ein Steroidhormon, also ein Immunsuppressivum. Es wirkt – wie andere Steroidhormone auch – entzündungs- und schmerzhemmend, es schwächt aber das Immunsystem im Kampf gegen Erreger, insbes. gegen Viren.

3. Lüge: Im Winter muss wegen des Lichtmangels Vitamin D substituiert werden.
Die Wahrheit ist: Eine Substitution ist nicht nötig, weil wir sehr lichtreiche Monate (März - September) haben und die Halbwertzeit der zellulären Speicherung von Vitamin D fast ein dreiviertel Jahr beträgt. Die Vitamin D-Speicher in Leber und Fettgewebe sind auch im April noch ausreichend gefüllt, selbst wenn die letzten Sonnenstrahlen im August waren.

4. Lüge: Den Vitamin D-Spiegel im Organismus kann man im Blut messen.
Die Wahrheit ist: Die Messung der sogenannten Speicherform 25-OH-Cholecalciferol beruht auf einem Denkfehler. Das Blut ist nämlich gar nicht Speicherplatz für 25-OH. Speicherplatz ist das Fettgewebe und die Leber. Man müsste also eine Stanzbiopsie durchführen. Der Wert im Blut ist immer nur eine Momentaufnahme und nur hoch, wenn synthetisch substituiert wurde. Wer nicht substituiert, hat auch im Hochsommer selten Werte über 35 ng/ml. Die Arzneimittelfirmen und ihre Helfershelfer propagieren jedoch diesen Wert, weil fast immer niedrige Werte herauskommen, was die Kassen klingeln lässt.

Eine genauere Analyse stellt die Messung der aktiven Form des "Vitamin" D dar: 1,25-DiOH-Cholecalciferol. Dieser Wert wird jedoch selten empfohlen, weil bei in Deutschland lebenden Menschen nie pathologisch niedrige Werte herauskommen. Bei in Deutschland lebenden Menschen kommen Vitamin D-Mangelzustände nicht vor!
Es gibt keinen vernünftigen Grund, synthetisches Vitamin D (egal, ob als Monopräparat oder versteckt z. B. in LaVita) zu verordnen.
Aufgrund unserer Beobachtungen, einer Nutzen-Risiko-Abwägung und der Tatsache, dass der Körper Vitamin D mittels Lichteinwirkung aus Cholesterin in der Haut selbst bildet, empfehlen wir, auf die Einnahme von Cholecalciferolpräparaten zu verzichten. Stattdessen empfehlen wir die einzige naturheilkundliche Therapie: Vermehrter Aufenthalt im Freien und eine vitalstoffreiche Vollwertkost mit hohem Frischkostanteil.


Es gibt keine einzige ernstzunehmende Studie, die die Sinnhaftigkeit einer Vitamin D-Supplementierung beweist

Die Aussagekraft von Studien hängt entscheidend davon ab, mit welcher Methodik geforscht wird. Kennen Sie den Unterschied zwischen Assoziationsstudien und Interventionsstudien?

Bei einer Assoziationsstudie werden nur Daten gesammelt. Man nimmt z. B. eine Gruppe von Krebskranken, misst ihren Vitamin D-Spiegel und vergleicht ihn mit dem von gesunden Menschen. Diese Assoziationsstudien gibt es bzgl. Vitamin D für de facto alle Erkrankungen und tatsächlich: es gibt nahezu keine Erkrankung, bei der man nicht findet, je niedriger der Spiegel ist, je schlechter geht’s dem Patienten. Damit ist aber überhaupt nicht gesagt, dass eine Anhebung des Spiegels irgendetwas verbessert. Meinungsmacher der Medizin wie z. B. Jörg Spitz und Raimund von Helden bemühen ausschließlich solche Assoziationsstudien.

Bei einer Interventionsstudie dagegen wird der Frage nachgegangen: ändert mehr Vitamin D den Gesundheitszustand? Die Kranken werden in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe erhält Vitamin D, die andere nur ein Placebo. So lässt sich feststellen, ob zusätzliches Vitamin D auch die Krankheitssymptome verbessert. Es gibt sehr viele sehr große Interventionsstudien mit jeweils mehr als 25 Tausend Menschen mit dem Ergebnis: Wenn man ihnen zusätzlich Vitamin D gibt, kommt kein relevanter Nutzen für irgendwelche Krankheiten heraus. Die Interventionsstudien, die es mittlerweile für alle Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt und Schlaganfall, Depressionen, selbst für Knochenbrüche und Osteoporose gibt, beweisen, dass Vitamin D keinen Nutzen hat.
Die Ergebnisse verwundern nicht, gilt doch als erwiesen, dass gesunde Menschen, das ist die Menschengruppe, die sich gesund ernährt, sich häufig im Freien aufhält und Sport treibt, die wenige oder keine Vorerkrankungen haben, natürlicherweise hohe Vitamin D-Spiegel haben. Die „kranke“ Menschengruppe dagegen hat natürlicherweise niedrige Spiegel.
Darum geht es hier; die Aussage ist also eine gänzlich andere und hat mit der Substitution von Vitamin D-Pillen nichts zu tun.
Es ist aber ein schönes Beispiel dafür, wie die pharmazeutische Großindustrie und Meinungsmacher der Medizin mit unzulässigen Umkehrschlüssen, Scheinursachen und Scheinzusammenhängen argumentieren, um ihre dubiosen Geschäfte anzukurbeln.

In einer ganz aktuellen Übersichtsarbeit wurden aktuelle Studien mit den Studiendesigns randomisierte Placebo-kontrollierte Studien und Mendelsche Randomisierungs-Studien zu Vitamin D zusammengefasst (Nature Reviews Endocrinology 2022; 18: 96).
So wurden unter anderem in der VITAL-Studie über 25.871 Erwachsene Placebo-kontrolliert mit täglich 2.000 I.E. Vitamin D über 5,3 Jahre supplementiert. Bei der ViDA-Studie waren es über 5.000 Studienteilnehmer über 3,3 Jahre, bei der D2d-Studie über 2.400 mit einer mittleren Beobachtungszeit von 2,5 Jahren.
In keiner dieser mit höchster wissenschaftlicher Evidenz durchgeführten Studien konnte der jeweilige primäre Endpunkt erreicht werden: Es gab keine Reduktion der Entwicklung von Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen oder der Progression zum Typ-2-Diabetes oder der Mortalität.

Bei einer Fortführung der VITAL-Studie wurde das Depressionsrisiko in einem 2x2 faktoriellen Design mit randomisierter Zuordnung zu 2.000 I.E./d Cholecalciferol und Fischöl oder Placebo untersucht.
Die Ergebnisse der Studie: Das Risiko für Depressionen oder depressive Symptome unterschied sich nicht zwischen der Vitamin-D-Gruppe (609 Ereignisse; 12,9/1.000 Personenjahre) und der Placebogruppe (625 Ereignisse; 13,3/1.000 Personenjahre).
Damit widerlegen die Ergebnisse die Annahme, dass eine Ergänzung von oralem Vitamin D zur Prävention von Depressionen sinnvoll ist.
Dies ist laut der Autoren vergleichbar mit anderen kleineren randomisierten kontrollierten Studien, die ebenfalls keinen Einfluss auf das Auftreten von Depressionen feststellten und damit keine Kausalität herstellen konnten.
Die beste Vitamin-D-Therapie ist somit nicht die Pille, sondern der Weg in die Natur. Menschen in Deutschland haben somit das Potenzial, fast eine Milliarde Euro zu sparen.

Zur Klarstellung:

1.  Die Sonne macht ein ganz anderes Vitamin D als die Pharmaindustrie.
Durch UVB-Strahlung wird in der Haut aus Cholesterin Vitamin D3-Sulfat erzeugt, ein wasserlösliches Vitamin oder Prohormon, das nicht überdosiert werden kann. Ausnahmslos alle bekannten positiven Wirkungen gehen von diesem körpereigenen Vitamin D aus. Synthetisches Vitamin D dagegen enthält die Sulfat-Gruppe nicht, ist nicht wasser-, sondern fettlöslich, kann wie alle fettlöslichen Vitamine überdosiert werden und lagert sich in den Mitochondrien ab. Weil es das körpereigene D-Hormon blockiert, schadet es der Gesundheit.

2.  Wird durch die Einnahme von Vitamin D der Blutspiegel angehoben, sinkt das körpereigene D-Hormon. Somit entfallen der natürliche Krebsschutz und auch alle anderen positiven Wirkungen, die vom körpereigenen Vitamin D ausgehen.
Wie mittels Kortisontherapie werden zwar Entzündungen schmerzlindernd blockiert, aber genauso wird auch der natürliche Abwehrkampf gegen Erreger blockiert.

3.  Natürliches Vitamin D wird hauptsächlich in der Haut produziert.
Synthetisches dagegen wird ausschließlich über die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts resorbiert. Manche Menschen schlucken so viel Vitamin D, dass sie theoretisch jeden Tag zentnerweise getrocknete Pilze, fetten Seefisch und Lebertran konsumieren müssten, um diese Menge mit der Nahrung zuzuführen – ein höchst unphysiologischer Vorgang! Wie viele Antibiotika und sogar Chemotherapeutika hat auch das synthetische „Vitamin“ D durchaus einen natürlichen Ursprung. Es ist jedoch unerheblich, ob als Ausgangsstoff Lanolin (= Wollwachs, Wollfett) aus der Wolle von Schafen oder (vegan) Flechten oder Pilze verwendet werden. Die Herstellung erfolgt immer mikrobiologisch und gentechnikfrei. Weil bis zum Endprodukt unzählige Syntheseschritte nötig sind, handelt es sich jedoch ausnahmslos immer um ein Kunstprodukt. Auch ist es egal, ob dieses Cholecalciferol als Tablette, Kapsel, in Kokosnussöl oder Sonnenblumenöl gelöst eingenommen wird.

4.  Vitamin D-Messungen kann man sich sparen.
Labore messen zwar das „Speicherhormon“ 25-OH-Cholecalciferol. Der Messwert sagt jedoch über die tatsächliche intrazelluläre Speicherung überhaupt nichts aus, weil die Messung nicht in den Speicherplätzen Fettgewebe und Leber erfolgt, sondern im Blut – eine absolute Momentaufnahme, denn der Wert könnte nach zwei Tagen Sonnenschein dreimal so hoch sein.

5.  Die Halbwertzeit der zellulären Speicherung von Vitamin D beträgt über 200 Tage.
Eine Substitution in den sonnenarmen Monaten ist also nicht nötig, weil die Speicher im April noch ausreichend gefüllt sind, auch wenn die letzten Sonnenstrahlen im September waren.

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Die generelle Empfehlung, Erwachsenen bei Vitamin D-Mangel Cholecalciferol zu verordnen, können wir nicht verantworten.
Aufgrund unserer Beobachtungen, einer Nutzen-Risiko-Abwägung und der Tatsache, dass der Körper Vitamin D mittels Lichteinwirkung aus Cholesterin in der Haut selbst bildet, empfehlen wir, bei Vitamin D-Mangel auf die Einnahme von Cholecalciferolpräparaten zu verzichten.
Stattdessen empfehlen wir die einzige naturheilkundliche Therapie: Vermehrter Aufenthalt im Freien und eine vitalstoffreiche Vollwertkost mit hohem Frischkostanteil.


Die Naturheilkunde verkommt zu einem Jahrmarkt

Es ist ein heilloses Durcheinander: Esoterisches mischt sich mit Pseudowissenschaftlichem, Marketing-Agenturen schmieden seltsame Allianzen, in denen Geistheiler, naturheilkundliche Pharmaunternehmen und die pharmazeutische Großindustrie mit orthomolekularen Produkten gemeinsam auftreten. Im diagnostischen Bereich wird, statt bei unklaren Beschwerdebildern zur differenzialdiagnostischen Abklärung die evaluierte und wissenschaftlich anerkannte Labordiagnostik zu nutzen, auf lediglich TÜV-zertifizierte Diagnosegeräte wie Körperfeldscanner zurückgegriffen. Viele HeilpraktikerInnen fallen auf Außenseitermeinungen rein, die sie dann in ihr Therapie- und Behandlungskonzept übernehmen.
Nirgendwo wird so viel gelogen, wie in der Medizinwelt; hier tummeln sich Geschäftemacher, die uns wer weiß was andrehen wollen. Es ist eine Unart im Internetzeitalter, dass insbesondere für pseudowissenschaftliche Außenseiteransichten (Hauptsache neu, reißerisch und konträr zur offiziellen Wissenschaftsmeinung) empfängliche Menschen ihre persönliche, d. h. ihrem eigenen Gefühl und Wunschdenken entstammende, aber durch nichts bewiesene und aus wenig medizinischem Grundwissen oder lediglich Assoziationen resultierende Meinung verbreiten.


Davon sind auch Wissenschaftler und Ärzte, die sich ein Denkmal setzen wollen oder vom Verkauf dubioser Nahrungsergänzungsmittel profitieren, nicht ausgenommen

Es ist nicht verwunderlich, dass bei horrenden Gewinnen aus dem Verkauf von Pillen und Laborreagenzien die pharmazeutische Industrie nicht müde wird, Meinungsmacher zu installieren.
Sie gründen Netzwerke, Gesellschaften, Stiftungen und sogenannte Institute, geben Bücher heraus, organisieren Kongresse und touren durch die ganze Republik mit Vorträgen, die von allen, die damit gut Geld verdienen, auch sehr gut honoriert werden.
Einer dieser Meinungsmacher ist Jörg Spitz, von seinen Anhängern als „Vitamin D-Koryphäe Deutschlands“, von sich selbst als „hochinfektiöser Gesundheitserreger“ bezeichnet. Er kalauert sich regelmäßig durch kleinere und größere Veranstaltungssäle. Auf der Internetseite einer Akademie für „menschliche Medizin“ veröffentlicht er regelmäßig selbstgedrehte Clips und Videos. Dass Spitz ein emeritierter Nuklearmediziner und kein Ernährungsspezialist ist, stört offenbar niemanden. Siehe auch: Gastbeitrag: Fragwürdige Online-Kongresse – MS Stiftung (ms-stiftung-trier.de


Wo sind denn die Menschen, die von einer Vitamin D-Substitution im Sinne der dauerhaften Beseitigung einer real existierenden Krankheit profitierten?

Wo sind z. B. die M.S.- oder Rheumapatienten, die ihre Symptomatik durch Einnahme von Vit. D dauerhaft verloren haben?
Solche Menschen existieren nicht!
Es gibt nur solche, die – angesteckt vom Fanatismus der pseudomedizinischen Presse und dubiosen Selbsthilfegruppen im Internet, hinter denen sich Vermarktungsstrategen der orthomolekularen Medizin verstecken – behaupten: „Das Mittel tut mir gut“. Das betrifft aber weniger als 20 % der Probanden, was aus medizinisch-statistischer Sicht bedeutet: Keine Wirkung. Denn 20 % gutes Gefühl schafft jedes Placebo.


Leider sehen wir täglich, wie krank die Menschen infolge der Einnahme von Cholecalciferol-Präparaten werden können

Bisher alles gut, nur der Cholecalciferol-Spiegel ist niedrig. Plötzlich ist 25-OH so hoch, wie es nur einer Substitution geschuldet sein kann, aber viele andere Werte sind pathologisch, bis hin zum Bild eines Leberzellkarzinoms mit metastasierenden Prozessen im Skelettsystem (in kürzester Zeit Anstieg der Alkalischen Phosphatase auf das Doppelte, Anstieg der GLDH um das 10-fache) etc.
Ca. 60 % der Menschen vertragen Cholecalciferol-Präparate gut, zumindest werden keine Nebenwirkungen beobachtet. Cholecalciferol hat – wie andere Steroidhormone auch – symptomatische entzündungs- und schmerzhemmende Wirkungen. Davon profitieren insbes. Patienten mit arthrotischen, muskelrheumatischen und entzündlichen Autoimmunerkrankungen. Dennoch müssen diese Menschen bei fraglichem Nutzen sehr viele Nebenwirkungen in Kauf nehmen; und Cholecalciferol hat deutlich mehr Nebenwirkungen als Kortison-Präparate:
Mit zunehmendem Alter bei immer geringeren Dosierungen (schon ab 1.000 I.E./Tag) entwickeln in % der untersuchten Personen labordiagnostisch nachgewiesene Erkrankungen:

–  35 % mitochondriale Schädigungen des Nierenparenchyms bis zur Nephrosklerose und dialysepflichtigem Nierenversagen (Anstieg von Gesamt-Eiweiß, Kreatinin, Cystatin C, Abfall der GFR)
–  33 % mitochondriale Schädigungen des Leberparenchyms (Anstieg der Lebertransaminasen, insbes. GLDH)
–  33 % Osteoporose (Anstieg von Serum-Calcium, Alkalische Phosphatase, Ostase)
–  30 % Autoimmunerkrankungen (Anstieg von ANA, CCP-AK, TPO-AK)

Quelle: BIO-LABOR Kumulativbefund-Recherche. Erfasst sind nur Personen, die mind. vier Wochen lang mind. 1.000 I.E. Cholecalciferol substituiert haben und um mind. 20 % im Vergleich zum Vorbefund höhere Befundparameter im pathologischen Bereich aufweisen. Für die Kumulativbefundrecherche werden z. B. Patienten ausgewählt, die regelmäßig umfangreiche Blutanalysen, d. h. Parameter der Hämatologie, klinischen Chemie und Immunologie, durchführen lassen, und bei denen gleichzeitig die 25-OH-Cholecalciferol-Spiegel infolge einer Supplementierung angestiegen sind. Diese mit höchster Präzision durchgeführten Vergleichsanalysen lassen erkennen, auf welche Parameter insbes. der klinischen Chemie und Immunologie die Supplementierung Einfluss nimmt.

Die Wahrheit ist:
–  Vitamin D wirkt gegen Rachitis und Osteomalazie, begünstigt jedoch die Osteoporose.
–  Vitamin D hat im Körper vor allem eine Funktion: Es reguliert bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase die Aufnahme von Phosphat und Calcium und damit die Festigkeit des Knochens. Als vorbeugende Maßnahme gegen Rachitis hat es sich bewährt. Wenn das Knochenwachstum abgeschlossen ist (Frauen ca. 17., Männer ca. 19. Lebensjahr) ist es fast bedeutungslos und wird mit zunehmendem Alter immer bedeutungsloser.
–  Positive Wirkungen bei Müdigkeit, Muskelschwäche, Depressionen, Krebs, Herzinfarkt, Rheuma, Diabetes, Osteoporose, ja selbst Schizophrenie und Multiple Sklerose sowie fast alle weiteren bekannten Krankheiten sind angedichtet.
–  Die nicht-ossären Vitamin D-Wirkungen (sei es bei Infektanfälligkeit oder bei Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1 und MS) sind nicht belegt.
–  Die Annahmen resultieren daraus, dass Menschen, die ein aktives Leben führen, sich häufig draußen aufhalten, Sport treiben und sich gesund ernähren weniger Depressionen, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Krebs und Infekte haben. Diese Faktoren führen auch zu natürlicherweise hohen Vitamin D3-Spiegeln. Der Rückkehrschluss ist jedoch reine Spekulation. Ein hoher Vitamin D-Spiegel ist ein Marker für eine bewegungsreiche und gesunde Lebensweise, insofern Folge, jedoch nicht Ursache einer guten Gesundheit.
–  Wie mittels Kortisontherapie werden zwar Entzündungen schmerzlindernd, jedoch auch der natürliche Abwehrkampf gegen Erreger blockiert. Synthetisches Vitamin D hat wesentlich mehr Nebenwirkungen als Kortison-Präparate.
–  Es gibt eine Menge Gegenanzeigen, die den meisten Therapeuten nicht bekannt sind (siehe Beipackzettel zu rezeptpflichtigen Vitamin D-Präparaten): Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion, Neigung zur Bildung calciumhaltiger Nierensteine, gestörter Ausscheidung von Calcium und Phosphat über die Nieren, Sarkoidose und solche, die mit Benzothiadiazin-Derivaten (Saluretika), Herzglykosiden oder Diuretika behandelt werden, sowie immobilisierte Patienten dürfen kein Vitamin D einnehmen.
–  Vitamin D über Tagesdosis 1.000 I.E. ist verschreibungspflichtig. HeilpraktikerInnen, die höhere Dosierungen verordnen, machen sich strafbar, weil sie nach dem Arzneimittelgesetz keine rezeptpflichtigen Arzneimittel verschreiben dürfen.


Es sind schlimme Nebenwirkungen zu befürchten

–  Eine chronische Überdosierung verursacht im Organismus regelmäßig eine Hyperkalzämie, indem sie die intestinale Resorption von Calcium erhöht, die osteoklastische Calciumfreisetzung aus dem Knochen fördert und die renale Rückresorption steigert. Die Folge ist eine Mineralisierung der Blutgefäßwände und innerer Organe (insbes. Nieren, Leber, Herz und Lungen) sowie im Magen-Darm-Trakt und an Muskeln und Sehnen. U. U. folgen schwere Organschädigungen. Die Demineralisierung des Knochengewebes erhöht die Gefahr von Knochenbrüchen.
–  Im Einzelfall: Anorexie, Gewichtsverlust, Erbrechen, Verstopfung, Bauchkrämpfe, Bluthochdruck, Psychosen, Muskel-, Sehnen- und Kopfschmerzen.
–  Synthetisches Vit. D verschlimmert langfristig Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und M. Hashimoto sowie Allergien, trägt möglicherweise sogar zu deren Entstehung bei.
–  Wird durch die Einnahme von Vit. D der Blutspiegel angehoben, sinkt das körpereigene D-Hormon. Somit entfallen der natürliche Krebsschutz und auch alle anderen positiven Wirkungen, die ausschließlich vom körpereigenen Vitamin D ausgehen.
Siehe: https://www.bit-org.de/medien/comed_06-2018-81.pdf

–  Insofern ist es nicht verwunderlich, dass wir bei Krebspatientinnen, insbes. bei Frauen mit Mammakarzinom und Mutationen des BRCA 1-Gens, ähnlich wie unter Einnahme von Progesteron (auch ein Steroidhormon) unter Einnahme von Vitamin D-Präparaten regelmäßig ein (in einigen Fällen sogar exorbitant schnelles) Voranschreiten der Erkrankung beobachten, obwohl die Werbung das Gegenteil verspricht. Insbesondere trifft das auf Prostatakrebspatienten zu. Männer, die an Prostatakarzinom erkrankt waren, zeigen eine signifikant höhere Rezidivrate.
–  Folgende Blutveränderungen werden bei chronischer Vitamin D-Einnahme beobachtet:
Anstieg: Hämatokrit, Calcium, Kupfer, Osteoporosemarker Alkalische Phosphatase und Ostase, Nierenparameter Gesamt-Eiweiß, Kreatinin und Cystatin C, Lebertransaminasen gamma-GT, GOT, GPT und insbes. GLDH, Cholesterin, Autoimmun- und einige Tumormarker, insbes. PSA.
Abfall: GFR (Glomeruläre Filtrationsrate), IgM (Antikörper der primären Immunantwort), Parathormon.

Das BIO-LABOR und seine Partnerlabore messen bei sich gesund fühlenden und blutanalytisch unauffälligen Menschen durchschnittliche 25-OH-Cholecalciferol-Spiegel:
in den Wintermonaten 8 - 15 ng/ml
in der Übergangszeit 15 - 23 ng/ml
in den Sommermonaten 23 - 30 ng/ml
In Ermangelung von Richtwerten und Statistiken aus früheren Jahren gehen wir davon aus, dass es sich dabei um bei gesunden Erwachsenen anzustrebende Durchschnittswerte handelt. Höhere Werte resultieren aus einer sehr aktiven Lebensführung mit Aufenthalt und Sport im Freien oder aus einer unphysiologischen Substitution und Resorption über den Darm.
Früher galten Werte von 10 - 20 ng Vitamin D pro ml Blut als normal. Die in Laborbefunden angegebenen Referenzbereiche (Evaluation, Treatment, and Prevention of Vitamin D Deficiency: an Endocrine Society Clinical Practice Guideline) sind übrigens nicht vom BfArM oder anderen Behörden zertifiziert bzw. validiert, sondern entstammen publizierten klinischen Studien der pharmazeutischen Industrie mit der Hauptindikation Rachitis- und Kariesprophylaxe bei Kindern. Diese Referenzbereiche gelten also nicht für Erwachsene.


Weitere Informationen

Zweifelhafte Sonnenpille: Warum eigentlich schlucken immer mehr Menschen das sogenannte "Sonnenvitamin"? Müssen wir die Sonne neuerdings mit Löffeln essen, weil sie sich klammheimlich des Nächtens vom Acker gemacht hat? Inzwischen hat sich der Trend - so die New York Times - zu einer "Religion" von globalem Ausmaß gemausert. Andere nennen es eine Pandemie - eine Seuche wie der Ausbruch der Pest. In aller Welt, auch in den sonnenverwöhnten Tropen, wird Vitamin D - teilweise hochdosiert - vertilgt. Doch woran glauben diese Menschen? Wenn es darum geht, die Quelle eigenwilliger Gesundheitstrends aufzuspüren, lohnt ein Blick ins Internet. Eine Flut professionell gestalteter Websites beklagt einen allgemeinen Mangel - mit subtilen bis schlimmen Folgen. Die Anzeichen decken sich mit der üblichen Werbeprosa für Nahrungsergänzungen: Müdigkeit, Muskelschwäche, Depressionen, Krebs, Herzinfarkt, Rheuma, Diabetes, Osteoporose. Ja selbst Schizophrenie oder Multiple Sklerose sowie fast alle weiteren bekannten Krankheiten zählen zum Formenkreis des D-Mangels. Dabei hat Vitamin D im Körper vor allem eine Funktion: Es reguliert die Aufnahme von Phosphat und Calcium und damit die Festigkeit des Knochens. Eine Überdosis ist dabei so unerwünscht wie ein Mangel. Aber ein Mangel ist bei uns sehr selten. Lichtmangel ist häufiger - aber Tageslicht hat noch viele weitere Wirkungen auf den Stoffwechsel als Vitamin D - deshalb kann man ein Zuwenig an Tageslicht nur in seltenen Fällen durch Pillen kompensieren.
Bis dato galten Werte von 10 bis 20 Nanogramm Vitamin D pro ml Blut als normal. Doch nun, so behauptet die einschlägige Gesundheitspresse, reichen die 20 Nanogramm bei Weitem nicht aus … Dabei sollten wir nicht vergessen, dass es sich nicht um ein Vitamin, sondern in Wirklichkeit um ein Hormon handelt, so wie das Östrogen in der Pille oder das Cortison.
Quelle: http://www.deutschlandfunkkultur.de/vitamin-d-zweifelhafte-sonnenpille.993.de.html?dram%3Aarticle_id=384846

Tausende Deutsche glauben, an Vitamin-D-Mangel zu leiden. Deshalb machen sie Tests und kaufen Pillen. Das freut die Hersteller, kostet die Krankenkassen jede Menge Geld, ist aber sonst völlig unnötig und manchmal sogar gefährlich.
Quellen: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/vitamin-d-mangel-sonne-statt-tabletten-14983444.html
http://www.deutschlandfunkkultur.de/licht-ins-dunkel-um-vitamin-d.993.de.html?dram:article_id=233090
http://www.deutschlandfunkkultur.de/vitamin-d-pillen-ersetzen-das-sonnenlicht-nicht.993.de.html?dram:article_id=279484

Metaanalyse zu Vitamin D mit ernüchterndem Ergebnis: Wenige profitieren – und die auch nur geringfügig.
Quelle: https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4906517?nlid=119129_3122&src=WNL_topwk_171119_MSCPEDIT_DE&faf=1#vp_2

Dialysepflichtige Niereninsuffizienz als Folge einer Vitamin-D-Supplementation.
Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/niereninsuffizienz/article/948640/zwei-fallbeispiele-hyperkalzaemie-durch-ueberdosierung-vitamin-d.html

Die Schattenseiten des Vitamin D-Papstes. Über die Erfindung eines Gesundheitsproblems.
Quelle: https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/sites/default/files/2019-03/2-2019_GPSP_Schattenseiten_Vitamin_D_Papstes.pdf

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Stand 17.02.2023

Forschung: Was ist wirklich dran am Vitamin D-Hype? Bedrohlicher Mangel oder nur Marketing-Gag? von Dr. med. Bodo Köhler hier klicken

Forschung: Vitamin D, Vitamin C und Corona: Bei viralen Infekten ist die Einnahme von synthetischem Vitamin D kontraindiziert hier klicken